Die Simpsons Folge: G33k - Der Linuxtag in Springfield Teil 1

Eine versuchte Übersetzung! Original gibt es bei Cryptic Clarity. Wer Fehler findet, die über die üblichen Tippfehler hinausgehen, darf mich gerne darauf hinweisen. ;) Danke an Cryptic für die Hinweise zu Monkey Boy und Beerfest.

Grundschule Springfield

Krabappel: Ok Klasse! Kann mir jemand sagen, was “Linux” ist? - Ja Ralph?

Ralph: Damit hol ich immer das gelbe Zeug aus meiner Nase und das rote Zeug behalte ich damit in meiner Nase.

Bart: Meinen Sie nicht “Kleenix”, Miss “Krawaffel”?

Die Klasse lacht.

Krabappel: Klappe, Bart! - Ja, Milhouse?

Milhouse: Ich hab das schonmal auf dem Laptop des Scheidungsanwalts meines Dads gesehen: das ist eine Art Pinguin der gerne die Kerne einer Debian-Pflanze frisst.

Krabappel: Milhouse. Warum hast Du mir nicht gesagt, das Dein Vater sich scheiden lässt? Ich möchte das er mich heute abend, ab 22 Uhr anruft, damit ich mit ihm über Deine schulische Unwissenheit sprechen kann. Und für den Rest von euch: Schaut zu und lernt!

Krabappel dämmt das Licht und legt eine VHS-Kassette in den Videorecorder.

McClure: Hi, ich bin Troy McClure und Sie kennen mich sicher noch aus Lehrfilmen wie Amoebia - Was Du nicht kennst, tötet Dich vielleicht auch nicht und erinnerungswürdigen Klassikern: Schlangen in der Achterbahn. In den nächsten 20 Minuten werden wir etwas über das revolutionäre Betriebssystem Linux erfahren.

Jimmy: Woher kommt denn Linux?

McClure: Gute Frage, Jimmy. Die Legende besagt, das Linus Torvald, ein Informatikstudent aus einem weit weit entfernenten Königreich, namens “Finnland” in den Zoo gegangen ist als er aus der Klasse geworfen wurde von Professor Tanenbaum, weil er Duff im Unterricht getrunken hatte. Linus wanderte ziellos durch den Zoo wobei er jedes einzelne Tier streichelte als auf einmal ein Pinguin auf ihn zukam und fragte, ob Linus sein Duff mit ihm teilen würde. Der großzügige Linus reichte dem Pinguin die Bierdose, worauf ihn jedoch der fröhlich-fette Pinguin in die Hand biss. Jeder, der den Film “Kakerlaken Man” kennt, weiß was nun passieren würde. Zu Linus großer Enttäuschung, verwandelte er sich nicht in Pinguin Man mit der Fähigkeit Fisch mit seinem Mund zu fangen oder Step zu tanzen, aber Linus wurde überintelligent! Er spielte eine gewisse Zeit mit dem UNIX System herum und beschloss dann einfach mal testweise LINUS in die 26. Zeile des Unix-Codes zu packen. Und jetzt ratet mal was passierte als er die ENTER-Taste drückte? KA-BOOM! Obwohl Linus’ Computer explodierte und sein Labor in Schutt und Asche legte, entstand dabei Linux, so wie wir es heute kennen. Und da es nichts kostet, Linux herzustellen, machte Linus es auch für alle Anderen frei zugänglich. So Kinder und jetzt zeigen wir unsere Dankbarkeit und applaudieren dem Pinguin! THE END

Die Schulglocke läutet und die Kinder rennen aus dem Klassenzimmer.

Blende in das Wohnzimmer der Simpsons, die dabei sind sich die Abendnachrichten anzusehen.

Brockman: Interessante Neuigkeiten für die Menschen aus Springfield. Der Linuxtag kommt in unsere schöne Stadt. Den ganzen Weg von Deutschland, dem wir Sachen wie “Bierfest” (Anm.: ein ganz fürchterlicher Kinofilm der es nie nach Deutschland geschafft hat.) und einem der feinsten Sänger unserer Zeit verdanken: David Hasselhoff. Aber was ist der Linuxtag eigentlich? Es ist eine Messe für jeden, der sich mit Linux und freier Software bekanntmachen möchte. Jeden Samstagabend bleiben diese Genies ohne Verabredung zu Hause um ihre sexuelle Frustration zu kanalisieren und nützliche Software für die Menschheit zu programmieren, freie Software. Ja, meine Damen und Herren, Sie haben richtig gehört. Frei! So wie in Freibier oder auch manchmal wie in Freier Liebe! Ist das ein Hippie Revival, fragen Sie sich nun zurecht. Was für eine Auswirkung wird freie Software auf unsere freie Marktwirtschaft haben? Ihr Reporter vor Ort ist fasziniert und all ihr Schmarotzer, Blutsauger und Geizkragen seid eingeladen, Linuxtag besser kennenzulernen.

Lisa: Das ist ja noch besser als die Olympiade in Springfield. Stell euch nur mal vor, freie Betriebssysteme auf jedem Computer, kein unsicheres Windows, kein Bill Gates, kein Monkey Boy (Anm.: damit ist Steve Ballmer gemeint.) - Frei wie in Freiheit! Frei in jeder möglichen Bedeutung des Wortes.

Homer: Hmmm… freies Bier und freie Liebe…

Homers Tagtraumsequenz:

Bierdose 1: Lasst uns Liebe machen.

Bierdose 2: Aber wir sind nicht verheiratet.

Bierdose 1: Wir können nicht heiraten, wir sind Bierdosen.

Marge: Also ich benutze das Linux Waschpulver und das ist definitiv nicht frei.

Kamera wechselt zu Monty Burns Anwesen.

Burns: Freiwillige machen Überstunden ohne Bezahlung, ja? Smithers, ich will jeden dieser Idioten in meinem Kraftwerk.

Smithers: Sir, ich fürchte das ist nicht ganz so einfach. Diese Freidenker arbeiten wann immer, für was auch immer sie wollen, um sie zu rekrutieren müssen sie sich mit ihnen anfreunden.

Burns: Wie freunde ich mich mit diesen verrückten Blumenkindern an? Ich will lediglich ihre Arbeitskraft und ihre Loyalität ohne sie dafür bezahlen zu müssen.

Smithers: Sir, vielleicht sollten Sie überlegen, den Linuxtag zu sponsorn. Das sorgt für gute Publicity und finanzielle Unterstützung ist bei denen immer willkommen. Sie könnten sich damit bei der Linux Community beliebt machen und wenn sie erstmal ihr Freund sind, gehören sie alle Ihnen.

Burns: Es ist also nur eine Frage des Geldes? Exzellent! Ja, ich werde diesen verrückten Krauts Geld geben… wer weiß, vielleicht baue ich nächstes Jahr ja schon ein Atomkraftwerk im alten Europa? Ha Ha Ha!

Am nächsten morgen am Frühstückstisch der Simpsons.

Homer: (liest die Zeitung) Freies Bier auf dem Linuxtag - mit freundlicher Unterstützung von Moe’s? Whohooo! (nimmt die Zeitung runter) Familie, die Simpsons gehen zum Linuxtag. (Kleingedruckt unter der Anzeige steht: Frei wie der Geist, nicht frei wie der Preis!)

Lisa: (nimmt die Zeitung und liest..) Linuxtag wird gesponsert von Moe’s Taverne und der Burns Foundation, dieses Jahr unter der Schirmherrschaft des Innenministers Mr. Wolfgang Schäuble. (schnappt nach Luft.) Ausgerechnet Wolfgang Schäuble! Was will der denn von der Linux Community? Und warum bringt sich der Linuxtag mit so einem abscheulichen Charakter in verbindung?

Marge: Lisa, der Mann ist ein Minister, er arbeitet für die Regierung. Ich glaube nicht, das jemand der für die Regierung arbeitet einen zweifelhaften Charakter hat. Die Wähler sind doch nicht dumm, mein Kind. Ich kenn diese Deutschen ja nicht, aber die Amerikaner sind bei sowas sehr gut informiert.

Bart: Ja Lisa, was weisst Du schon über die Politik anderer Länder? Alles was wir in den Fox-Nachrichten sehen sind Lügen - wie kann ein typischer Fox-Nachrichten sehender Amerikaner eine unvoreingenommene und begründete Meinung über irgendetwas haben? Verdammt, ich wunder mich ja, das ich weiß das Deutschland die Hauptstadt von Europa ist.

Lisa: Schäuble ist ein Konservativer, der versucht durch eine Änderung im deutschen Gesetz, heimlich einen “Bundestrojaner” auf den Computern verdächtiger Bürger zu installieren. Er ist auch dafür, Geständnisse die unter Folter gemacht wurden, als unwiderlegbare Beweise anerkennen zu lassen. Nur um einige seiner abscheulichen politischen Ansichten zu nennen. Alles woran er glaubt, steht im krassen Gegensatz zu Menschenrechten und dem Gedanken der Freiheit. Ich muß dem Linuxtag schreiben und nachfragen ob sie nicht nochmal über diese Schirmherrschaft nachdenken wollen. (läuft nach oben)

Marge: (seufzt) Ihr wisst, das ich Lisa immer unterstützt habe bei ihren politischen Aktivitäten, aber ich bezweifel das es eine gute Idee ist, sich in die Politik eines anderen Landes einzumischen.

Homer: Marge, das mag ich so an Dir. Deinen unbeugsamen Patriotismus.

Marge: Homer, das hat nichts mit Patriotismus zu tun, ich bin nur besorgt um unser kleines Mädchen. Wenn sie wirklich Recht hat, was diesen deutschen Minister angeht, dann scheint das ein gefährlicher und bösartiger Mann zu sein.

Homer: Lernst Du denn gar nichts aus den ganzen Filmen, Marge? Die deutschen schicken immer galtzköpfige, muskelbepackte Schutzengel, “Schtasie” genann, um die Guten zu beschützen. Sie leben heimlich auf Deinem Dachboden um jeden Deiner Schritte zu beobachten, damit sie Dich vor den bösen Jungs schützen können. Diese liebenswürdigen, scheuen Wesen zeigen sich nur, wenn Deine Frau Dich betrügt oder um sich Deine Schreibmaschine zu leihen. Auf jeden Fall… (Nachdenklich) einer dieser Schutzengel war zu beschäftigt mit der Suche nach dieser geliehenen Schreibmaschine, so das diese böhmische Frau von einem Auto angefahren wurde… WIE KONNTET IHR DAS ZULASSEN? (laut schluchzend) Ihr habt der “Schtasie” einen schlechten Ruf verpasst (weiter jammernd)…

…so geht es weiter im zweiten Teil.

10 Kommentare ↓

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