Das geschah im ersten Teil. Teil 2 in Englisch. Und hier jetzt Teil 2 in deutsch. Viel Spaß und vielen Dank an Cryptic Clarity für diesen großartigen zweiten Teil, der vielleicht auch ein wenig zum nachdenken anregt.
Drei Tage später. Die Simpsons sitzen beim Frühstück als es an der Tür klingelt. Homer steht auf und geht zum öffnen zur Tür. Der Postbote.
Homer: Was wollen Sie?
Postbote: Wonach sieht es denn aus?
Homer: Sie verkaufen Versicherungen?
Postbote: Ich habe hier ein Einschreiben für Lisa Simpson.
Homer: Ein Einschreiben? Muß ja was wichtiges sein.
Postbote: Was auch immer.
Homer: Darf ich es lesen, bevor ich es ihr gebe?
Postbote: Als wenn mich das interessieren würde.
Homer: Haben Sie auch ein Einschreiben für mich?
Postbote: Nein.
Homer: Warum denn nicht?
Postbote: Keine Ahnung.
Homer: Warum denn so schnippisch?
Postbote: Weil Sie mich total nerven.
Homer: (schockiert und beleidigt) Ich will Sie nie wieder sehen! (schlägt die Tür zu und weint den ganzen Weg zurück in die Küche)
Marge: Homer Liebling, was ist denn los?
Homer: (schüttelt die Fäuste) Ich hasse den Postboten.. so sehr!
Lisa liest den Brief von LinuxTag.
Sehr geehrte Miss Simpson,
wir haben sehr viele Briefe von Linux Anwendern erhalten, die ihre gegensätzliche Meinung zur Sichtweise von Herrn Schäuble, was elektronische Überwachung oder auch die Rechte der Bürger angeht. Genau wie ihren Unmut über die Schirmherrschaft von Herrn Schäuble. Der Sinn des LinuxTags ist es, den Gebrauch und Nutzen von freier Software und Open Source zu fördern. Wir erkennen keinen Zusammenhang zwischen Herrn Schäubles Politik und seiner Schirmherrschaft über den LinuxTag. Anbei zwei gratis Tickets zu unserer Veranstaltung. Über Ihr Erscheinen zur Unterstützung freier Software würden wir uns sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
LinuxTag
Homer: Nur zwei Freikarten? Ok, Bart hasst Bier und Marge hasst die Krauts. Also sieht es so aus, als ob es mal wieder Zeit für meinen lieblings Vater-Tochter-Bund wäre.
Lisa: (zerreist die beiden Karten voller Empörung) Wie kann elektronische Überwachung und die Bürgerrechte der Bewegung freier Software egal sein? Wissen die denn nicht was Freiheit bedeutet? Das wars. Es ist mal wieder Zeit für Lisa Simpson in Aktion zu treten.
Homer: Genau Lisa! Sag denen, wir wollen vier Karten oder unser Geld zurück!
Kameraschnitt zur Talkshow von Kent Brockman.
Brockman: Mit uns heute abend bei Smartline zu Gast sind Wolfgang Schäuble und Gellarsch Kuesser aus dem weit entfernten Deutschland um den Geist der Freiheit nach Springfield zu bringen; Steve Ballmer (hält ein Schild hoch auf dem Steht: LINUX IST KREBS) von Microsoft, der einfach ins Studio hereinplatzte ohne überhaupt eingeladen worden zu sein; Mr. Burns, stolzer Sponsor des LinuxTags; Professor Fink, seit langer Zeit Linuxentwickler sowie auch Lisa Simpson, das kleine Mädchen das den LinuxTag boykottieren möchte. Professor Fink können Sie uns erklären was Linux ist und warum man es verwenden sollte?
Fink: Ja… Linux ist ein Betriebssystem wie Windows auch, nur ohne ständig von Viren, Spyware oder Trojaner verseucht zu werden…
Brockman: Und was ist Ihre Antwort darauf, Mr. Ballmer? Warum sind Sie hier? Was hat Microsoft mit Linux zu tun?
Ballmer: Ich habe vier Wörter für Sie: ICH LIEBE DIESE FIRMA!
Schäuble: Ich muß hier mal unterbrechen… Trojaner sind keine schlechte Sache. Tatsächlich habe ich vor, diese kleinen niedlichen Ponys in jeden Computer jedes einzelnen Bürgers zu schleusen, der in unserem Land verdächtig ist, so das wir Terroristen überwachen können.
Burns: (nickt zustimmend) Exzellent, verdammt sollen diese ausländischen Terroristen sein.
Kuesser: Ich möchte das Publikum daran erinnern, das der Innenminister seit jeher die Schirmherrschaft über den LinuxTag inne hat, so wie Mr. Schäuble jetzt. Ohne die Unterstützung der Innenminister wäre der LinuxTag nicht da, wo er heute ist.
Lisa: Aber was ist mit der Linux Gemeinschaft, die den Ansichten von Mr. Schäuble und seiner Schirmherrschaft kritisch gegenübersteht? Sollte nicht auch deren Stimme gehört werden? Und welche Position bezieht der LinuxTag gegenüber Schäubles politischen Ansichten? Sie haben in einem Statement mal gesagt, das der LinuxTag darüber kein Urteil abgeben möchte und auch niemanden sagen möchte, was er zu denken hat. Trotzdem sind wir natürlich daran interessiert zu hören, wie Sie Mr. Schäubles Maßnahmen zur bekämpfung des Terrorismus gegenüberstehen. Viele von uns boykottieren den LinuxTag nicht nur wegen der Schirmherrschaft von Mr. Schäuble, sondern auch weil der LinuxTag sich selbst verkauft indem er sich weigert eine politische Stellung zu beziehen.
Schäuble: (versucht zu lachen) Solltest Du kleines Mädchen nicht lieber mit Deinen Barbiepüppchen spielen? Linux, genau wie Politik ist für Erwachsene und nichts für kleine Mädchen.
Kuesser: Aber ihr könnt den LinuxTag nicht boykottieren. Warum die unschuldigen Entwickler und Sprecher bestrafen, die so lange und hart für deises Ereignis gearbeitet haben? Mr. Schäuble ist damit beschäftigt den Bundestrojaner zu entwickeln und wird demzufolge nichtmal anwesend sein. Bestraft nicht die Linux-Entwickler wie Professor Fink, der seine neue Dekstopumgebung Knome vorstellt.
Ballmer: (springt auf und ruft) ENTWICKLER, ENTWICKLER, ENTWICKLER, ENTWICKLER…
Fink: Tatsächlich stimme ich mit Lisa überein und widerrufe meine Präsentation. Das Argument, der Boykott des LinuxTags würde die Entwickler bestrafen ist so absurd, als wenn ein Krimineller der ins Gefängnis gehen soll, vor den Geschworenen behauptet sie bestrafen damit seine unschuldigen Kinder. Nicht die Geschworenen bestrafen die Kinder, sondern der Kriminelle der eine Straftat begeht, obwohl er sich der Konsequenzen völlig bewusst ist. LinuxTag setzt den Innenminister an die Spitze der Community und das ist es, wogegen wir sind. In der Tat möchte ich alle Teilnehmer und Sprecher des LinuxTags fragen, ob sie ihre Teilnahme nicht auch zurückziehen möchten. Der Name Wolfgang Schäuble und die freie, Open Source Bewegung passen einfach nicht zusammen.
Lisa: Wow. Professor Fink, ich bin beeindruckt. Ich habe bisher noch nie erlebt das sie mit soviel Überzeugung und Redegewandheit über etwas gesprochen haben. Und das ganz ohne stottern.
Fink: Lisa, die meiste Zeit über bin ich einfach ein komischer Kauz der komisch spricht, aber manchmal ist es mir wichtig Ernst genommen zu werden.
Lisa: (steht auf) Einwohner von Springfield, die meisten von ihnen wissen nichtmal was Linux eigentlich ist, aber ich bitte sie darum, sich vom LinuxTag fernzuhalten bis dieser dazu bereit ist, einen politischen Standpunkt zu beziehen.
Das Publikum steht auf und applaudiert. Ballmer steht auf und springt mal wieder wie ein Äffchen über die Bühne. Die Hintergrundmusik spielt “steht auf”. Schliesslich beruhigt sich alles wieder ein wenig und das Publikum setzt sich wieder.
Ballmer: Wer hat hinsetzen gesagt?

2 Kommentare ↓
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