Der Dalai Lama sagt, das Leben ist Leiden. Und das, was wir als Glück empfinden, ist nur eine verringerung von Leid. Ich glaub, das ist eine Lehre aus dem Buddhismus. Im moment ist es mal wieder umgekehrt, also keine verringerung. Angefangen hat es vor ein paar Wochen, als in die Wohnung über mir neue Mieter eingezogen sind. Ein paar Tage später machte das Waschbecken in meinem Badezimmer den Eindruck, als wäre es entweder vom Bösen besessen oder aber in einer rückwärtigen Zeitschleife gefangen. Das Wasser lief nicht den Abfluß runter, sondern lieber rauf.
Im Endeffekt war halt das Rohr unterhalb meiner Wohnung von Haaren verstopft. Wer mich kennt, weiß das die nicht von mir sein können. Das Wasser staute sich also lustig zurück an diesem Haardamm und kam meinen Abfluß wieder hoch. Unschöne Geschichte sowas. Die Profi-Rohr-Verleger und Reiniger sind ja zum Glück gut ausgerüstet. Trotzdem lief der Abriß des Damms aus Haaren nicht ganz ohne Komplikationen. Erstmal sind die Rohre alt. Bleirohre mit kleinem Durchmesser. Macht das “freiwirbeln” nicht gerade leichter. Diverse kilometer später, die der gute Mann die Treppen rauf und runter laufen durfte um diverse Hilfsmittel aus seinem Auto zu holen, lief dann auch das Wasser wieder in die richtige Richtung. Kurz danach im Wohnzimmer kam hinten in der Ecke ein kleiner, brauner Fleck zum Vorschein. Der wurde auch schnell größer und ein Gespräch mit der Nachbarin ergab, das dort oben wohl irgendein Heizungsrohr leckgeschlagen ist. Schön für sie, das gerade frisch verlegte Laminat war also durchtränkt und konnte somit teilweise weggeworfen werden.
Gestern wurde dann oben neues Laminat verlegt und meine Decke versiegelt. Schimmel kam bis jetzt nur minimal zum Vorschein. Heute morgen dann sollte die Decke neu gestrichen werden. Eigentlich keine große Sache. Das Abdecken des Wohnzimmers dauert da vermutlich länger als das Streichen. Aber auch hier wird man von Buddha oder sonstwem wieder auf die Probe gestellt. Ein langes “Ohhmmmmmmm….” an dieser Stelle. Die Decke wurde wohl immer mit so einem Billigzeugs gestrichen und bevor ich eingezogen bin, einmal mit der guten Farbe. Dieses Billigzeugs (sorry, kann mich nicht mehr an den Namen erinnern) hat nun eher eine staubige Eigenschaft und wenn man nun eine neue Lage Farbe draufklatscht, würden wohl die letzten beiden Lagen runtergekommen da die an diesem weißen, staubigen Zeug natürlich nur sehr schlecht halten.
Jetzt hab ich die beiden Maler zu Hause, die meine Decke waschen, grundieren und neu streichen. Ich bin in der Zwischenzeit natürlich nicht faul, sondern geh auch arbeiten. Alle anderen sind ja, dank Feiertag, in dieser Woche schon beurlaubt worden. Und eben wegen diesem Feiertag werde ich Donnerstag wohl auch nochmal einen Besuch bekommen, da die Decke ja jetzt ordentlich gemacht wird. Also 2x streichen, aber trocknen muß die ja zwischendurch auch noch. Eigentlich bin ich ja nur gespannt, mit was ich als nächstes rechnen darf. ![]()

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